Die Achillesferse der lateralen pelvinen Lymphonodendissektion

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Chirurgie

Beschreibung des Materials

Ziel: Darstellung eines entscheidenden Schrittes der lateralen pelvinen Lymphonodendissektion (LPLND).


Material und Methoden:Roboterassistierte pelvine Lymphonodendissektion nach Kurzzeit-Radiotherapie und neun Zyklen FOLFOX (Folsäure + 5-Fluorouracil + Oxaliplatin) bei einem 35-jährigen Patienten mit Adenokarzinom des mittleren Rektumdrittels.Der Patient und seine Angehörigen gaben ihre informierte Einwilligung.


Ergebnisse:Es gibt Evidenz dafür, dass die LPLND bei Patienten mit suspekten lateralen Lymphknoten die Rate lokaler lateraler Rezidive (LLR) senkt.Eine vollständige Dissektion des gesamten lateralen Lymphknotentemplates, insbesondere der inferior vesical nodes (Lymphknoten entlang der A. vesicalis inferior), ist entscheidend, um diese Rezidivrate zu reduzieren.


Das Fettgewebe um die A. vesicalis inferior (IVA) ist der häufigste Ort metastatischer Absiedlungen. Häufig entspringt die A. rectalis media (MRA) aus der IVA oder bildet mit ihr einen gemeinsamen Stamm.Zunehmende Evidenz zeigt, dass die Lymphbahnen entlang der MRA die anatomische Grundlage für die laterale lymphatische Ausbreitung bilden. Aufgrund der engen Beziehung zwischen MRA und IVA sind die entsprechenden Lymphknoten die erste Lymphstation der lateralen Gruppe.


Die vollständige Entfernung dieser Lymphknoten unter Erhalt der A. vesicalis inferior ist sowohl technisch als auch anatomisch herausfordernd. Die Lernkurve für die LPLND ist dementsprechend lang.Der Erhalt der autonomen Nerven und mindestens einer einseitigen A. vesicalis inferior ist entscheidend, um postoperative Harnfunktionsstörungen zu vermeiden.


Die robotische Plattform mit stabiler Kameraführung und EndoWrist-Technologie (sieben Freiheitsgrade) erleichtert die präzise Dissektion in diesem anatomisch anspruchsvollen Bereich. Neben den ergonomischen Vorteilen ermöglicht die Roboterchirurgie eine verbesserte Sicht, höhere Präzision bei der Dissektion vaskulärer und neuraler Strukturen sowie eine bessere Nervenprotektion. Dies kann zu einer höheren Lymphknotenausbeute und verbesserten onkologischen Resektionsergebnissen führen.


Schlussfolgerung:Angesichts der funktionellen, onkologischen, technischen und anatomischen Herausforderungen in der Region der A. vesicalis inferior wird dieser Bereich zu Recht als die „Achillesferse“ der lateralen pelvinen Lymphonodendissektion bezeichnet.  

Tags: chirurgische Ausbildung Operationsvideo

Schlüsselwörter: rektales Adenokarzinom, Robotische Beckenchirurgie, Lymphknotendissektion Becken, Nervenprotektion


Mateusz Polak
Editor

Mateusz Polak

Arzt

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