Roboter-assistierte laparoskopische Ileozystoplastik und Mitrofanoff-Appendix-Vesikostomie

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vor 23 Stunden
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Chirurgie

Beschreibung des Materials

Einleitung und Ziele: Die Augmentations-Ileozystoplastik ist bei Patienten mit neurogener Blase indiziert, bei denen eine konservative medikamentöse Therapie versagt, um die oberen Harnwege zu schützen. Dieses Verfahren hilft pädiatrischen Patienten, ihre Blasenkapazität zu erhöhen und die Miktionsdrücke zu senken, und wird häufig mit der Anlage eines katheterisierbaren Kanals kombiniert, um eine soziale Kontinenz zu erreichen. Wir präsentieren ein Schritt-für-Schritt-Video der roboter-assistierten laparoskopischen Ileozystoplastik und Mitrofanoff-Appendix-Vesikostomie mit Modifikationen.


Methoden: Sobald die Appendix identifiziert ist, wird eine Haltenaht an der Appendixspitze platziert, um die Präparation und Manipulation zu erleichtern. Wenn die Appendix zu kurz erscheint, kann ein breiter Blinddarm-Lappen (Zäkum-Flap) gebildet werden, um eine ausreichende Länge zu gewährleisten und eine Stomastenose zu vermeiden. Der Defekt im Zäkum sollte einreihig seromuskulär verschlossen werden. Etwa 20 cm Ileum werden 20 cm proximal der Ileozäkalpforte isoliert, um als Zystoplastik-Patch verwendet zu werden. Es wird ein Detrusortunnel angelegt und die Appendixspitze spatuliert. Nach dem Einlegen einer Ernährungssonde über die Anastomose wird der Detrusor readaptiert. Das Ileumsegment wird detubularisiert (aufgeschnitten) und an die Zystotomie genäht. Zwei suprapubische Katheter sorgen für eine maximale Drainage. Es wird ein V-förmiger Hautlappen gebildet und die Appendix zum Stomazugang hochgezogen.


Ergebnisse: In unserer Kohorte unterzogen sich 19 Patienten einer offenen Ileozystoplastik und 26 Patienten einer roboter-assistierten laparoskopischen Ileozystoplastik. Die mediane Operationszeit war in der Roboter-Kohorte länger, aber die übrigen perioperativen Ergebnisse waren zwischen beiden Gruppen vergleichbar. Die Roboter-Kohorte zeigte eine höhere Rate an Stabilisierungen der oberen Harnwege.


Schlussfolgerungen: Die roboter-assistierte laparoskopische Ileozystoplastik ist ein machbarer Ansatz, und unsere Modifikationen haben dazu beigetragen, sie zu einer praktikablen Alternative zur offenen Augmentations-Ileozystoplastik zu machen. 

Schlüsselwörter: Ileozystoplastik, Neurogene Blase, Kinderurologie


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