In TAPP, Wie man mit einer zu kleinen Netzprothese umgeht
Beschreibung des Materials
Bei der laparoskopischen Leistenhernienversorgung sollte das Netz idealerweise etwa 10 × 15 cm messen, um das Anulus myopectineus adäquat abzudecken und alle potenziellen Hernienpforten (direkt, indirekt, femoral, obturatorisch) zu überlappen. Ein zu kleines Netz (Small-for-size mesh) bei der transabdominellen präperitonealen Plastik (TAPP) der Inguinalhernie ist ein bekanntes intraoperatives Problem, wenn das verfügbare Netz kleiner als die empfohlene Abdeckung des Anulus myopectineus ist.
Handlungsoptionen bei einem zu kleinen Netz sind:
1. Maximierung der medialen Fixierung und Platzierung: Stellen Sie eine ausreichende mediale Überlappung über dem Tuberculum pubicum (2–3 cm) sicher. Fixieren Sie das Netz sicher am Ligamentum pectineum (Cooper-Band); dies verhindert ein Rezidiv einer direkten Hernie.
2. Priorisierung der Abdeckung des Anulus myopectineus: Stellen Sie auch bei einem kleinen Netz sicher, dass folgende Strukturen abgedeckt sind: Direkter Hüllraum, Indirekter Hüllraum, Canalis femoralis. Diese Strukturen liegen innerhalb des Anulus myopectineus.
3. Laterale Positionierung ohne Fixierung: Lateral sollte sich das Netz in Richtung der Spina iliaca anterior superior erstrecken, jedoch sollte eine Fixierung im Bereich des Triangle of Pain und Triangle of Doomvermieden werden.
4. Vergrößerung der effektiven Abdeckung durch: Entfalten und korrektes Ausrichten des Netzes, Anlegen eines Schlitzes für die Samenstrangstrukturen falls erforderlich, breites Flachlegen des Netzes vor dem Verschluss des Peritoneums.
5. Verwendung eines zweiten Netzes (falls verfügbar): Bei einem großen Defekt ist es sicherer, ein zweites Netz hinzuzufügen oder es durch ein größeres Netz zu ersetzen, anstatt sich auf ein sehr kleines Netz zu verlassen.Wenn das Netz grenzwertig klein ist: Die mediale Überlappung ist der kritischste Punkt. Stellen Sie die Fixierung am Cooper-Band und die Abdeckung des direkten Hüllraums sicher, da Rezidive am häufigsten dort auftreten.
NB:
Ein Rezidiv nach einer transabdominellen präperitonealen Plastik (TAPP) ist gewöhnlich auf eine unzureichende Netzgröße oder eine mangelhafte Überlappung zurückzuführen, nicht auf ein Versagen der Fixierung.
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