Chirurgische Entfernung einer kardialen Echinokokkuszyste

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Kardiochirurgie

Beschreibung des Materials

Eine kardiale Echinokokkuszyste ist eine seltene, jedoch potenziell lebensbedrohliche Manifestation der zystischen Echinokokkose, meist verursacht durch Echinococcus granulosus. Während Leber und Lunge die häufigsten Befallslokalisationen darstellen, tritt eine kardiale Beteiligung in unter 2 % der Fälle auf. Aufgrund der hohen myokardialen Durchblutung ist der linke Ventrikel am häufigsten betroffen.

Die Zyste wächst typischerweise langsam und kann über Jahre asymptomatisch bleiben. Mit zunehmender Größe besteht jedoch das Risiko für Thoraxschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Erregungsleitungsstörungen, embolische Ereignisse, Perikarderguss oder – bei Ruptur – für Anaphylaxie und plötzlichen Herztod.

Die Diagnostik basiert auf einer Kombination aus Echokardiographie, Computertomographie und Magnetresonanztomographie, um Ausdehnung, Wandstruktur und die Beziehung zu kritischen kardialen Strukturen exakt zu erfassen.

Die definitive Therapie besteht in der chirurgischen Exzision unter kardiopulmonalem Bypass, um eine intraoperative Ruptur und systemische Komplikationen zu vermeiden. Ergänzend ist eine perioperative antihelminthische Therapie, z. B. mit Albendazol, indiziert. Eine frühzeitige Diagnosestellung und zeitgerechte operative Behandlung sind entscheidend für ein günstiges klinisches Outcome. 

Schlüsselwörter: Kardiale Echinokokkose, Echinokokkuszyste linker Ventrikel, Herzchirurgische Zystenexzision, kardiopulmonaler Bypass, Hydatidenzyste Herz, Bildgebung Echokardiographie CT MRT, Antihelminthische Therapie Albendazol, Klinische Fallvorstellung Herzchirurgie


Mateusz Polak
Editor

Mateusz Polak

Arzt

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